Frank schenkt Steffi sein Herz
Frank schenkt Steffi sein Herz
Was sie sagt - Was er sagt...

Sie sagt:

Eigentlich hatte ich nur meinen letzten „Arbeitstag“ als Bedienung in der Disco „Supersonic“ in Weiden, aber dann war der Abend doch einschneidender für meine Zukunft als ich dachte. Ich stand hinter der Theke und war den ganzen Abend schon eine Mischung aus super drauf, und auch 'n bisschen traurig, weil man mit meinen Kollegen doch auch immer schön rumalbern konnte. Da fiel mir plötzlich ein sehr gut aussehender Typ auf, der sich ne Cola bestellte, dummerweise bei der Kollegin. Kurze Zeit später saß er dann allerdings an „meiner“ Bar und da war ich dann für meine Verhältnisse absolut spontan und hab’ einfach angefangen mit ihm zu reden. So ganz unverbindlich, von Bedienung zu Gast... :) Wenn ich privat dort gewesen wäre, wäre ich niemals auf so einen absolut „abwegigen“ Gedanken gekommen. Aus dem anfangs kurzen Gespräch wurde dann ein etwas längeres, also genauer gesagt, war Frank dann einer der letzten Gäste, die vom Rausschmeißer rauskomplimentiert wurden, und zum Abschied hab’ ich seine Handynummer gekriegt. Diese und die Festnetznummer habe ich dann in den nächsten Tagen, um genau zu sein sechs Wochen, rege genutzt, da ich ja am Tag nach der ersten Begegnung nach Berlin gefahren bin, um meine Flugbegleiterschulung anzutreten. Also quasi der optimale Zeitpunkt, sich kennen zu lernen... Nachdem ich die Schulung erfolgreich beendet hatte, wieder mehr oder weniger zuhause war und auch Frank nach seiner Beinbruch-OP ebenfalls wieder auf’m Damm war, schafften wir es eines Tages tatsächlich auch mal wieder, uns zu sehen. Und die Angst, mein Prinz könnte sich bei Tageslicht in ´nen Frosch zurückentwickeln (hatte ihn bis dahin ja nur einmal in der Disco gesehen, bei doch recht kargen Lichtverhältnissen), hat sich ja zum Glück auch nicht bewahrheitet :). Nach dem WM-Fußballspiel Schweden gegen Paraguay wollte ich das dann noch ganz genau wissen und ausdiskutieren (ja obwohl ich normalerweise nich’ so diskutierfreudig bin), ob wir jetzt eigentlich zusammen sind, oder nicht, waren wir anscheinend schon, aber ich wollt`s halt noch mal offiziell, ja so bin ich. Im Dezember letzten Jahres zog ich dann nach Hirschau. Und um bei diesem Tempo zu bleiben hat mein Traummann mich im Januar dann gefragt, ob ich seine Frau werden will. Natürlich wollte und will ich. Und das am 22. September 2007.

 

An diesem Abend lag ich eigentlich schon im Bett, bis ein völlig Wahnsinniger an meiner Haustür nachts um halb eins Sturm klingelte.
Ich dachte ich träume, bis ich merkte es klingelt nicht nur, sondern da ruft doch jemand meinen Namen, „um diese Uhrzeit“; dann bewegte ich mich doch ungewollt schnell zur Haustüre, bevor die ganze Siedlung zusammen läuft, und ließ meinen Kumpel rein.
Ich wusste es, ich hätte ihn vor der Haustüre stehen lassen sollen.
Also gut, wir begaben uns nach längerer Diskussion auf den Weg nach Weiden in die Discothek “Supersonic“, was sich später als zukunftsweisender Schritt herausstellte.
Wir hingen also in der Disco rum und hatten dann auch richtig Spaß, nachdem ich meine Müdigkeit überwunden hatte. Mein Kumpel kannte viele Leute dort und ich kam auch ein bisschen ins Gespräch bzw. hörte mehr zu, bis ich durch zwei Personen die mit mir gerade redeten, eine sehr sehr attraktive Frau sichtete.
Kurzer Hand ließ ich diese fremden Leute stehen und ging dorthin wo alles begann. Zur Theke. Ich bestellte mir ein Cola, und die Falsche kam. “Scheiße“
OK, auch gut, in der Ruhe liegt die Kraft und ich nuckelte so lange an diesem blödem Cola bis dieses wunderschöne Geschöpf meine suchenden Blicke erwiderte und ganz locker rüber kam und mich fragte ob ich noch eins wolle. Und ich „aber sicher“. Eigentlich hätte ich das Cola am liebsten unter die Theke gekippt, da ich als Fahrer schon den ganzen Abend nichts anderes trank, aber was tut man nicht alles um ins Gespräch zu kommen.
Auf jeden Fall kamen wir dann „Gott sei Dank“ doch noch ins Gespräch und tauschten am Schluß des Abends nach einem Bussi die Nummern aus.
Daraufhin telefonierten wir nach kürzester Zeit rege von Hirschau nach Berlin und zurück, und redeten über Gott und die Welt. Von Gespräch zu Gespräch kamen wir uns immer näher, und verstanden uns immer besser und besser. Ich merkte, dass diese Frau auf meiner Wellenlänge war, sie schrieb’ mir auch eine Postkarte und sagte mir, dass sie mich gerne ein zweites und ein drittes Mal sehen wolle. Das war süß. So kam es dann nach ca. acht Wochen, dass ich schweißgebadet vor Aufregung, und nicht zuletzt von den geschätzten 30 Grad Celsius in Fürth vor Ihrer Haustür stand.
Wir gingen dann von nun an in jeder freien Minute miteinander aus, und hatten viel Spaß. Redeten viel und lachten viel übereinander und miteinander. So kam es, dass sie mich dann mal fragte, wie es denn mit uns weitergehen soll, ob wir jetzt zusammen sind, oder nicht, oder wie oder was. Um ehrlich zu sein, wollte ich sie am ersten Tag schon fragen, aber ich wollte nicht mit der Tür ins Haus fallen, und einen schlechten Eindruck erwecken :).
Auf jeden Fall bin ich sehr sehr glücklich, dass es so gekommen ist. Und sehr stolz, dass eine so liebevolle, verständnisvolle, intelligente und wunderschöne Frau wie sie es ist mit mir durch’s Leben gehen will. Und deswegen wird am 22. September geheiratet.
Auch ein großes Dankeschön, an meinen Kumpel, der den Stein ins Rollen gebracht hat. Danke Peter!